Bei den Führungen kommen die unterschiedlichsten Menschen zusammen, die sich danach Dankbarkeit verabschieden. Sie tragen das Erinnern weiter.
In Zeiten, in denen rechtsradikale Politiker die Schrecken der NS-Zeit negieren, sind Gedenkstätten noch wichtiger geworden. Sie zeigen, wohin es führt, wenn Demokratien scheitern, Antisemitismus und Rassismus zur Staatsdoktrin werden, wenn Menschenhass ausgelebt wird.
Ich strebe an, die Erinnerung an diese schreckliche Phase unserer Vergangenheit dauerhaft aufrechtzuerhalten; mit den Besucherinnen und Besuchern möchte ich auch ins Gespräch kommen, um die Demokratie in Zukunft vor derartigen Exzessen zu schützen.
Ich möchte vor allem das Gedenken an die Opfer bewahren und etwas gegen das Erstarken rechter, rechtsextremer und faschistischer Kräfte tun.
Gemeinsam engagieren wir uns ehrenamtlich, um sonntags davon zu berichten, welch menschenverachtenden und vernichtenden Taten in Hamburg-Neuengamme begangen wurden. Das ist für mich wichtig, um zu erinnern - aber zugleich, damit so etwas nie wieder geschieht!
Das Besondere an unserer Arbeit ist, gemeinsam Jahrzehnte des zivilen Engagements in Hamburg weiterzuführen, welches schlussendlich einen Gefängniskomplex in einen modernen Ort der Erinnerungskultur verwandelt hat.
Ich bin seit 2013 im Arbeitskreis und mir ist es nach wie vor ein Bedürfnis auf die Ausmaße der Grausamkeiten des Nazi-Regimes - hier in Neuengamme - hinzuweisen.